2007-01-22

Simplify ya faith

Für ein einfaches Leben müssen nicht nur Technik und Beziehungen einfach sein, was für mich Environment und Community bedeutet. Sondern auch den Glauben haben wir durch unser theologisieren und theoretisieren viel zu kompliziert gemacht.

Man sollte nun darauf verzichten etwas lehrmäßig zu sagen von dem man nicht sicher (!) ist dass es Wahrheit ist und das leben (!) von dem man sicher ist dass es Wahrheit ist. Es scheint mir in der letzten Zeit so zu sein dass die Bibel uns kein theologisches Gebäude beibringen will (»die Bibel ist kein theologisches Lehrbuch«) sondern viel viel mehr als bisher angenommen einen pragmatischen Aspekt hat. Das heißt, Gott fordert uns auf richtig zu handeln, und das ist möglich ohne dass wir ein vollständiges Denkmodell haben in das wir unser Handlen eingliedern können und ohne dass wir im absoluten Sinn wissen müssen was richtig und falsch ist. Beispiel: wenn Gott jemanden in einer Ehekrise konkret auffordert den Ehepartner zu lieben dann muss er / sie dazu nicht wissen ob es in dieser Situation auch erlaubt wäre sich scheiden zu lassen.

Um das Gute zu leben muss ich nicht wissen was schlecht wäre. Und um das Ideal zu leben muss ich nicht wissen was gut wäre.

Datum: 2007-01-22

2007-01-13

Über unsystematisches Verstehen der Bibel

Mit Logik kann man aus Bibelversen alles begründen, es ergibt sich eine Beliebigkeit der Aussagen. Erschreckend. Also scheint es notwendig anzuerkennen dass wir die Bibel nicht genau genug verstehen können um mit Logik daraus richtige Schlüsse zu ziehen (die Voraussetzungen auf denen unsere Logik basieren könnte sind uns nicht genau genug bekannt, und irgendetwas im gegebenen unscharfen Bereich anzunehmen ermöglicht, alles zu begründen). Also scheint es notwendig, direktes »Feedback« von Gott zu haben um die Wahrheit zu erkennen: der Heilige Geist wird es sein der in die Wahrheit leitet. Aber es muss / wird schon anders sein als all dies autosuggestive »Hören« der Stimme Gottes während es doch nur das eigene Herz ist das einen betrügt.

Datum: 2007-01-13

2007-01-11

Objektiv erleben was man glaubt, nicht nur subjektiv oder autosuggestiv

Dass Gott uns versorgt bedeutet etwas für die Praxis, für unser Erleben. Statt also Gott immer in den Ohren zu liegen mit Anliegen die wir für unerfüllt halten sollten wir davon ausgehen dass Gott sie erfüllt (... hat er verheißen) und jeden Tag darauf achten welchen Teil der Erfüllung, welchen Segen wir jeweils heute beanspruchen, annehmen, in Besitz nehmen können. Carpe diem - nehme alle Gebetserhörungen an die ein Tag enthält, lebe sie aus, hole das Gute das Gott gibt aus jedem Tag heraus, statt achtlos darüber hinwegzuleben und das Gute einfach zu übersehen. Suche nach dem Guten im Tag, nach Gottes Segen in Deinem Leben, nach den Gebetserhörungen. Dies alles ist da! Nur sollten wir nicht meinen die Gebetserhörungen würden grundsätzlich auf einmal passieren: sie passieren oft auch jeden Tag etwas mehr, und wir müssen die Teile einsammeln, sie einzeln annehmen.

Datum: 2007-01-11